TopinamburSirup

am

*Vorrat Vorrat Baby*



Alternativer Untertitel: *Willkommen bei den Olchis*

Drei Stunden harte Gartenarbeit waren nötig um unser Topinamburbeet von großen bis winzigen Knollen zu befreien. Es ist die Zeit für anderes Gemüse gekommen, das uns leckerer schmeckt. Selbst Liebhaber können bei der ungeheuren Vermehrungsfreude dieser Pflanze kaum Schritt halten.

Wir hatten am Ende neun volle Siebe, aber nur zwei Abnehmer. Zugegeben, unsere Freunde hatten es die letzten Jahre schwer und mussten immer viel Topi essen. Jetzt haben sie meinen Hilferuf ignoriert. Schon gut.

Es ist gegen meine Prinzipien, Lebensmittel wegzuwerfen, weshalb ich mir im Anschluss zur Ernteaktion noch vier Stunden Küchenharakiri gegeben habe.

Die Topinamburknollen sind durch ihr unterirdisches Wachstum naturgemäß sehr erdig und bedürfen gründlicher Reinigung, bevor sie in die Saftpresse dürfen. Den Saft habe ich durch ein Seihtuch laufen lassen und dann portionsweise bei mittlerer Hitze stark eingekocht.

Der Anblick ist schon gewöhnungsbedürftig. Deshalb auch gleich der Bezug zu den grünen Olchis, die auf der Müllkippe wohnen und sich nur von ekligen Dingen ernähren. Sie trinken „Schmuddelbrühe“, eine Art Müll-Schlamm-Wasser. Sieht bestimmt so aus, wie TopinamburSirup.

Aber hey! Er riecht und schmeckt toll malzig, süß und auch nach Mais.

Nachdem ich in den zurückliegenden Jahren gute Erfahrungen mit selbstgemachtem Birnendicksaft gemacht habe, bin ich für alternative Süßungsmittel zu begeistern. Normalerweise verwende ich Fruchtsirup zum Kochen, zum Brotbacken und für die Salatsauce, bin schon gespannt auf den Geschmack.

Unerwartet ist aus der Aktion ein tolles Produkt hervorgegangen. Falls ihr ein ähnliches Verwertungsproblem habt, kann ich den Sirup wärmstens empfehlen. Ansonsten würde ich den Aufwand scheuen. Eine Zeitangabe für das Aufräumen der Küche erspare ich uns…



3 Kommentare Gib deinen ab

  1. W.K. sagt:

    Jetzt habe ich beinahe ein schlechtes Gewissen, den weiten Weg zu fürchten, um noch mehr Topinambur zu holen. Naja, nun ist die Küche hoffentlich wieder sauber und ich staube beim nächsten Besuch ein Fläschchen Sirup ab.

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  2. W.K. sagt:

    P.S. Bin gespannt, ob es aus dem Kübel, in dem ich die Knollen verbuddelt habe, etwas wächst. Und ob es das Behältnis sprengt.

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    1. Eva Zimmer sagt:

      Hallo meine Liebe. Du kannst ja nix dafür, dass du so weit weg wohnst. Obwohl?!
      Ich hebe dir gern ein Fläschchen auf, und du hast sicher noch viel Vergnügen mit dem Kübel-Topi. Ich weiß nicht, ob sie ihn sprengen können. Unser Beet haben sie geschafft. Wir mussten es nochmal neu verschrauben und viel Erde nachfüllen. Topinambur ist so extrovertiert und nicht zu sagen „anstrengend“;)

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