RuckSackTour

am

*Naherholung*



Statt Feld, heute Wald.

Weil meine rechte Schulter nach den gestrigen Strapazen auf unserem Acker, heute nicht mehr zum Unkrautjäten zu gebrauchen war, entschloss ich mich, eine größere Wanderung zu machen. Meine Familie erholte sich am Baggersee, ich packte einen Rucksack für alle Fälle, ein Gewitter drohte. So ging es los zu einer etwas dreistündigen Rundtour via Vollmer-Eiche, Rauhörnle, Tafeltanne und Wegstein (wem das was sagt).


Schaut nur die gelben Hüte der Netzstieligen Hexenröhrlinge (Suillellus luridus) an! Es gab sie auch in olivgrün und rotbraun.

Ganz ähnlich, auch mit Stielnetz aber gelben Röhrenmündungen (Hexenpilze: rot), ein Schönfußröhrling (Caloboletus calopus). Leider giftig.

Die Hexenpilze blieben im Wald, ich sammle gerne die flockenstielige Entsprechung.



Der Bergauf-Teil der Wanderung führte mich auf sonnigen Wegen am Waldrand mit gut gemischtem Baumbestand entlang. Einige Hexenpilze wanderten in den mitgebrachten Stoffbeutel, dann wurde es bald zu trocken und ich befand mich auf dem Höhenweg zwischen Rauhörnle und Tafeltanne. Die nächsten Kilometer bestand der Baumbewuchs fast ausschließlich aus Rotbuchen und Hainbuchen, eingestreut kleine Inseln von Nadelbäumen.

Trotz des ausgedörrten Bodens stieß ich hier auf neun schöne Sommersteinpilze (Boletus reticulatus) und eine handvoll Hainbuchenraufußröhrlinge (Leccinum carpini). Raufußröhrlinge gibt es in Vergesellschaftung mit mehreren Bäumen, darauf beim Sammeln achten. Ein wichtiges Merkmal, um ihn von seinen Gattungsgenossen zu unterscheiden, ist sein schwärzendes Fleisch. Alle Raufußröhrlinge sind essbar und lecker.



Es fanden sich ein Grauer Wulstling (Amanita excelsa) und mehrere Perlpilze (Amanita rubescens). Bislang habe ich noch keine Perlpilze, die als hervorragende Speisepilze verehrt werden, gesammelt. Mein ansonsten überskeptischer Mann würde sie ganz gerne mal probieren. Muss noch drüber nachdenken…



Runter vom Berg ging es es entlang von summenden blühenden Wiesenwegrändern, Entspannung pur, sage ich euch.



Kleine Abkürzung über kleinen Pfad, Flockenstielige Hexenpilze (Neoboletus luridiformis) ins Täschchen und schnell nach Hause.



So gut wie daheim, am Waldrand, musste ich unbedingt diese wunderschönen Samenkapseln des Stinkstorchschnabels fotogafieren.




6 Kommentare Gib deinen ab

  1. pflanzwas sagt:

    Sehr schön, deine Bilder und die Pilzausbeute ist nicht nur üppig, sondern sieht ebenfalls wunderschön aus. Allein dieses dunkle rot. Dann viel Vergnügen und guten Appetit!

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    1. Eva Zimmer sagt:

      Danke sehr. Ich bin ein großer Fan von Röhrlingen! Sie sind in jeder Hinsicht klasse. Leicht bestimmbar, fast alle essbar, beste Speisepilze und dann die schönen Farben. *Schwärm*

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      1. pflanzwas sagt:

        Ich mag gute Bestimmbarkeit 🙂 Erst Recht aufs Essen bezogen, haha. Wie oft eßt ihr eigentlich Pilze? Da kommt ja ne Menge zusammen. Oder trocknest du die auch?

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      2. Eva Zimmer sagt:

        Um ehrlich zu sein, essen wir ständig Pilze 🙂
        Ja, die Pilze werden im Dörrautomat getrocknet. Manche Sorten bewahre ich einzeln auf, Röhrlinge gerne gemischt. Dann kann man daraus natürlich noch Essigpilze machen. Fertige Saucen oder den zubereiteten Belag für Pilztarte, gefriere ich ein. Steinpilze kommen roh, entweder geschnitten oder als ganze Hüte (zum Braten) in den Tiefkühler. Zudem mache ich noch Pilzrollen und und und…
        Pilze in getrockneter Form halten bei richtiger Aufbewahrung Jahre ohne Aromaverlust. Vom letzten Jahr haben wir noch einiges übrig, aber das macht nix. Es gab schon Jahre ohne Überschuss, da freut man sich über den Vorrat.

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      3. pflanzwas sagt:

        Wow, das ist wirklich viel. Na, wenn es vor der Tür so ein gutes Angebot gibt. Ich kenne von einer Bekannten Steinpilzsauce aus getrockneten Steinpilzen. War immer sehr lecker, aber sonst wäre ich wahrscheinlich gar nicht auf die Idee gekommen, daß man die getrocknet aufbewahren kann. Umso besser für dich. Auch mit dem Einfrieren. So hast du immer etwas Pilz im Käschtle 🙂 Toll!

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