UnKlarheiten

am

*Raukopfschleimpilz und Trompetenflechte*



Vergangenes Wochenende haben zwei Stunden Waldspaziergang nicht nur gereicht um sehr schöne Fadenfruchtschleimpilze finden. Zusätzlich hat sich mir eine weitere, sehr unscheinbare Art gezeigt. Die Bestimmung war nicht eben einfach.

Aktuell gehe ich davon aus, dass es sich bei den zahlreichen kleinen grau-braunen Köpfchen um Raukopfschleimpilze (Didymium squamulosum) handelt. Das bestimmende Merkmal ist der weißliche Stiel, wodurch er sich von ähnlich aussehenden Schleimpilzen unterscheidet. Laut Online-Lexikon, gibt es in der Gattung der Fellstäublinge (Didymium) siebzig bekannte Arten, davon fünfundzwanzig in Mitteleuropa.

Es bleibt eine gewisse Restunsicherheit.



Mal wieder einfach zum Schönfinden, war der Hang am Wegrand ganz überzogen von Trompetenflechten (Cladonia fimbriata) – dachte ich. Nun seht ihr auf dem zweiten Bild der Galerie, auf kurzen Stielen am Becherrand sitzende, fleischfarbene Wülste. Sie werden Pyknidien genannt und dienen der Fortpflanzung.

Es erscheint mir sinnvoll, hier darüber zu spekulieren, ob es sich nicht doch um die Art Cladonia pyxidata (Echte Trompetenflechte) handeln könnte. Bei ihr sind die Fruchtbecher unregelmäßiger geformt und sie bilden charakteristisch viele Pyknidien aus.

Das würde für mich passen. Falls sich jemand in der Materie besser zuhause fühlt als ich, freue ich mich sehr über einen Kommentar.

Es gibt so viel zu erforschen und zu lernen, dass es eine wahre Freude ist!



7 Kommentare Gib deinen ab

  1. pflanzwas sagt:

    Ich sag nur entzückend! So schöne Bilder, besonders diese neckischen Trompetenflechten und dann noch mit den Tropfen! Und jetzt auch noch eine neue Schleimpilzart. Klasse! Ich brauche dringend ein Makro, ich erkenne bei meinen Größen fast gar nichts. Ich kann zwar eh nur raten, aber da muß ich glatt doppelt raten, haha. Schöner Fund! In der Farbe müssen die ja auch recht unscheinbar sein oder?

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    1. Eva Zimmer sagt:

      Danke, danke! Ein Wunder, dass ich die unscheinbaren Schleimpilze entdeckt habe. Sie sind mir aufgefallen, weil sie wie Kohlenbeeren, aber in der falschen Farbe, ausgesehen haben. Erst als ich ihnen fotografisch auf die Pelle gerückt bin, habe ich die Stiele gesehen. *Freu*

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      1. pflanzwas sagt:

        Sie erschließen sich wohl immer erst, wenn man sich in seine Umgebung versenkt 🙂

        Gefällt 2 Personen

  2. W.K. sagt:

    Ich wünsche sehnlichst ein Postkartenset von Dir zusammengestellt, aus Deinen eigenen Fotografien. Mit dabei: Trompetenflechten! Wie märchenhaft die dastehen…entzückend.

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    1. Eva Zimmer sagt:

      Trompetenflechte habe ich leider nicht im Sortiment, aber andere schon 😉

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  3. naturfund.de sagt:

    Welch schöne Entdeckungen und Fotos. Der Raukopfschleimpilz ist toll und tatsächlich in seiner Unscheinbarkeit etwas schwerer zu entdecken denke ich, aber auch das Tropfenbild: herzallerliebst.!Schöne Trompetenflechte. Leider kenne ich mich da auch noch nicht besser aus. Lass uns in ein paar Jahren nochmal sprechen 🙂

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    1. Eva Zimmer sagt:

      Unbedingt! Wenn das so weiter geht, wird unser Wissen in ein paar Jahren phänomenal sein 😉

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