WildKräuterNudeln


*Großer Auftritt von Bärlauch und Brennnesseln*



Einfach, sehr lecker, zeitaufwändig.

Perfekt zum Salat, in der Gemüsebrühe oder in Tomatensauce. Unseren Kindern schmecken sie mehrheitlich auch, wenn das kein Kompliment ist!

Die verwendeten Kräuter sind hauptsächlich Brennnesseln und Bärlauch halb/halb, dazu noch wenig Petersilien- und Selleriegrün plus einige Halme Frühlingszwiebeln.

Also wiedermal Zutaten die in der freien Natur zu finden sind, zusammen mit dem, was der Garten so hergibt. Der Kreativität kann man bei der Füllung freien Lauf lassen, auch Giersch stelle ich mir sehr lecker vor, Gundermann gibt eine gute Würze und so weiter…

Rezept

Dem Erntevergnügen folgt zunächst die Teigherstellung.

Dafür 500g Mehl mit einem Ei, zwei Esslöffeln Sonnenblumenöl und etwas Salz gut mit den Händen verkneten, bis ein geschmeidiger fester Teig entstanden ist.

Solange die Füllung gemacht wird, kommt der Teig in einer geschlossenen Dose in den Kühlschrank.

Für die Füllung der WildKräuterNudeln, die eigentlich so was ähnliches wie Maultaschen oder Tortellini sind, braucht ihr also je eine Hand voll Brennnesseln und Bärlauch, dazu ein paar Blätter von würzenden Kräutern siehe oben. Diese müssen zunächst gut gewaschen (Brennnesseln mit dem Nudelholz walzen) und kleingehackt werden.

Dazu kommen ca. 200g geriebene gekochte Kartoffeln, 125g Topfen (Halbfett), 50g Sauerrahm und ein kleines Ei. Ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen. Unbedingt probieren, die Füllung darf kräftig schmecken!



Den Teig halbieren und zunächst eine Hälfte dünn auf sparsam bemehlter Fläche ausrollen. Zwei bis drei Millimeter dick, würde ich schätzen. Mit einem Glas Kreise ausstechen und die untere Seite (ist weniger mehlig und haftet somit besser) mit einem knappen Teelöffel Kräutermischung füllen. Ränder schön ordentlich zusammendrücken.



Bis zur Zubereitung im Kühlschrank leicht bemehlt in einer Dose aufbewahren. In einer sanft kochenden (mittlere Hitze) Gemüsebrühe in zehn Minuten gar ziehen lassen. Mit einem Schaumlöffel ab und zu sanft durchgehen, damit nichts zusammenklebt.

Lasst euch nicht vom unspektakulären Aussehen dieser WildKräuterNudeln täuschen, sie sind ein wahrer Genuss und eine ganz besondere Freude, für jeden der sie essen darf.

Probiert es unbedingt aus, es lohnt sich! Ganz liebe Grüße an euch 🙂



5 Kommentare Gib deinen ab

  1. W.K. sagt:

    Das macht Appetit; ebenso der Kräuterkuchen kürzlich. Sehr ansehnlich präsentiert auch…

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    1. Eva Zimmer sagt:

      Danke. Ich habe tatsächlich gerade öfter an dich gedacht – wäre schön, wenn wir mal zusammen Wildkräuter sammeln könnten, Pilze gibt es ja gerade nicht 😉 Dir würde der Kräuterkuchen bestimmt auch sehr gut schmecken. Ganz lieben Gruß, Eva

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  2. pflanzwas sagt:

    Sieht sehr gut aus. Hier in der Stadt würde ich keine Wildkräuter sammeln wollen, sonst würde ich mich vielleicht hinreißen lassen. Die Bilder zu deinen Gerichten sind wirklich toll, fertig für ein Kochbuch 🙂

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    1. Eva Zimmer sagt:

      In der Stadt ist es wirklich schwierig. Da muss man schon Bereiche haben, die unberührt sind, sonst ist das Sammeln nicht empfehlenswert. Das mache ich mir manchmal gar nicht so bewusst, es ist schon Luxus, im Dorf und am Wald zu wohnen.
      Danke für das Kompliment, gerade macht mir das Kochen Spaß, weil ich aus dem Vollen schöpfen kann. 🙂

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      1. pflanzwas sagt:

        Bei den vielen leckeren Frühlingszutaten kann ich das gut verstehen 🙂 Wenn ich was auf dem Balkon hätte, daß würde ich nehmen. Letztes Jahr habe ich mir Gundermann hoch geholt, der muß aber erst wieder zum Vorschein kommen. Unberührte Stellen gibts vielleicht, aber ich wüßte nicht, wo ich mich darauf verlassen könnte. Ja, da wohnst du wirklich günstig 🙂

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